12.09.2016 / Allgemein / /

Flächendeckende Präsenz der SZKB – Nein

Die Initiative greift direkt in die freie Marktwirtschaft und somit in die unternehmerische Freiheit unserer bestens funktionierenden Schwyzer Kantonalbank ein. Der Bürger muss sich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, ein marktwirtschaftliches Unternehmen per Gesetz dazu zu verpflichten, ungeachtet der Wirtschaftlichkeit wie auch der Bedürfnisse der Kunden, Leistungen zu erbringen. Dabei soll als einziges Kriterium die Einwohnerzahl einer Gemeinde ausschlaggebend sein.
Weiter kommt dazu, dass sich das Kundenbedürfnis in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Im Zeitalter der Mobilität hat eine starke Verlagerung des Bezuges von Bankdienstleistungen vom Bankschalter hin zu den elektronischen Kanälen stattgefunden. Entsprechend wurde das Angebot sukzessive erheblich ausgebaut. Die Kunden wollen heute jederzeit und von überall über die entsprechenden Bankdienstleistungen verfügen können. Dies belegen schweizweite Studien. Weiter müssen wir uns auch bewusst sein, dass entsprechend dem Marktanteil der SZKB nicht alle der 2‘500 Einwohner einer Gemeinde auch Kunde der SZKB sind. Dazu kommt, dass ein Grossteil der Kunden die Bankfiliale nicht direkt nutzt, sondern sich der Kontakt vielmehr auf den Bargeldbezug am Automaten beschränkt, welche ja nach wie vor genügend vorhanden sind. Die Investitions- und Betriebskosten würden so in keinem Verhältnis zur Nutzung stehen. Lassen wir doch die unternehmerische Freiheit bei der Schwyzer Kantonalbank und vertrauen wir dem Bankrat und der Geschäftsleitung, unter Kenntnis der Sachlage die richtigen Entscheide zu treffen. Deshalb lehne ich die Initiative klar ab und bitte Sie geschätzte Mitbürgerinnen und Mitbürger es mir gleich zu tun.

Carla Wernli-Crameri, CVP Kantonsrätin, Altendorf